Hintergrund


Schulen und Tagesstätten sind heute für Kinder zunehmend mehr eine der wenigen Aufenthaltsorte, an denen sie noch Beziehungen aufbauen und gestalten können. An diesen Orten findet maßgeblich soziales Lernen statt.

Wie sollte eine Schule aussehen, in der Kinder die für sie so wichtigen Beziehungen leben, sich in einer Gruppe erleben sowie aktiv und mit Freude mitgestalten können?

Kinder brauchen ein Selbstwertgefühl. Du bist wer, du bist geliebt, du bist wichtig - ein Kind, das weiß, dass es keine "Null" ist, hat mehr Vertrauen in Werte, die das Leben lebenswert machen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Grundschulkindes ist dessen Lebenswirklichkeit der Vielfalt. Integration bedeutet für das Kind, dass es den eigenen Selbstwert erkennt und die Fähigkeit entwickelt, den Wert der Andersartigkeit des Anderen zu verstehen. Diese „Anpassungsleistung“ betrifft alle Kinder und Erziehungspersonen. Ausgrenzungen und Abwertungen führen zu mangelndem Respekt und Mobbing.

Wichtig dabei ist, dass Regeln an Werten orientiert sind, sonst wirken sie willkürlich und das Kind erlebt sie als Gewalt. Diese Verbindung zwischen Regel und Wert braucht immer wieder Erklärung und fassbare Bezugssysteme.

Kinder sowie Lehrkräfte erleben Konflikte oft als Störfaktoren und versuchen, diese durch Vermeidung oder Unterdrückung zu umgehen. Dabei wird den Kindern vermittelt, dass ein Konflikt schlecht wäre. Wird die Quelle des Konfliktes unterdrückt, sucht das Kind andere Wege, um dies zu regeln. Es greift zu „gewalttätigen“ und „ausschließenden“ Methoden, um die Ursache seines Unwohlseins zu beseitigen. Werden Konflikte jedoch als Lernfelder für Werte, Integration und Resilienz gesehen, lernen Kinder, aber auch die Erziehungspersonen, dass die Ursachen von Konflikten wichtige Bedürfnisse sind, die verhandelt werden können. Werden Konflikte also offen angesprochen, ist dies ein wichtiges Feld für das Erlernen sozialer Kompetenzen und führt zu einer Entlastung im Schulalltag.


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